Fallstudie

  • Branche: Stahlgroßhandel / Profilstahl, Bleche, Rohre, Verbindungselemente
  • Mitarbeitende: ca. 20
  • Hauptsitz: Achern (Baden), Deutschland
  • Ansprechpartnerin: Verena Börsig
  • kolum-Kunde seit: Q4 2025
  • Website: ar-profilstahl.de

A+R Profilstahl ist weit mehr als nur ein weiterer Stahlhändler. Der Spezialist aus dem Badischen hat sich über Jahrzehnte einen Ruf aufgebaut, der auf einem einfachen Prinzip basiert: echte Partnerschaft auf Augenhöhe. Mit einem eingespielten Team von rund 17 Mitarbeitenden liefert A+R Profilstahl, Bleche, Rohre, Stabstahl und Verbindungselemente an Kunden in Deutschland, Europa und darüber hinaus. Für Hidden Champions, Marktführer und Infrastrukturprojekte wie den Bau für die Deutsche Bahn, den Stromnetzausbau und Windenergieanlagen. Das Unternehmen verbindet tiefe Marktkenntnis mit kreativer Problemlösung und hat sich im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsstrategie dem Thema grüner Stahl verschrieben.

Die Herausforderung: CBAM-Compliance für einen schlanken Stahlhändler

Als Stahlgroßhändler, der Eisen- und Stahlprodukte importiert, steht A+R Profilstahl im Zentrum des CBAM-Anwendungsbereichs. Jede Lieferung Profilstahl, jede Charge Verbindungselemente aus Nicht-EU-Ursprung löst Berichtspflichten und bald auch Kostenverpflichtungen unter der Verordnung aus. Doch anders als große Stahlkonzerne mit eigenen Compliance-Abteilungen musste A+R die CBAM-Anforderungen mit einem schlanken Team bewältigen, in dem bereits jeder mehrere Hüte trägt.

Die Herausforderungen waren zweifach. Erstens: Der reine Verwaltungsaufwand der quartalsweisen CBAM-Berichterstattung (Importmengen erfassen, den korrekten CN-Codes zuordnen und konforme Berichte für das EU-Portal erstellen) drohte, für eine 17-Personen-Organisation unverhältnismäßig viel Zeit zu verschlingen. Zweitens: Die Lieferantenkommunikation: Stahlproduzenten und Werke kontaktieren, um Emissionsdaten zu erheben, Autorisierungsprozesse managen und sicherstellen, dass die richtigen Benachrichtigungen die richtigen Personen zur richtigen Zeit erreichen, erforderte ein strukturiertes System, das vor kolum schlicht nicht existierte.

Die Entscheidung für kolum

A+R entschied sich nach einem gründlichen Evaluierungsprozess für kolum. Entscheidend war kolums CBAM-Expertise, die intuitive Software, die Flexibilität in der Ausgestaltung der Zusammenarbeit sowie eine klare Abgrenzung der Verantwortlichkeiten: kolum steht für die Korrektheit der Software ein, während A+R für die Qualität der Dateneingabe verantwortlich bleibt. Dieses transparente Partnerschaftsmodell passte zu A+Rs Unternehmenskultur der Zusammenarbeit „auf Augenhöhe“.

Die Lösung in der Praxis

Seit dem Onboarding in Q4 2025 ist kolum die zentrale Drehscheibe für A+Rs CBAM-Operationen. Die Plattform übernimmt den gesamten Berichtsworkflow, von der Importdatenerfassung über die Berichtserstellung bis zum Upload und reduziert den manuellen Aufwand drastisch, der sonst auf das kleine Team gefallen wäre.

Ein Schwerpunkt lag auf der Lieferantenkommunikation und dem Autorisierungsmanagement. kolums strukturierte Workflows ermöglichen es A+R, Lieferanten systematisch auf die Plattform einzuladen, Datenteilungs-Autorisierungen zu verwalten und standardisierte Benachrichtigungen zu versenden, anstelle von Ad-hoc-E-Mail-Ketten mit einem nachverfolgbaren, digitalen Prozess.

kolums Customer-Success-Team hat eng mit A+R zusammengearbeitet, um klare Kommunikationsvorlagen zu entwickeln, die die Verwirrung bei Lieferanten reduzieren und die Rücklaufquoten verbessern. Auch die Automatisierung der Berichterstattung hat sich bewährt: Berichte werden termingerecht erstellt und hochgeladen, mit integrierten Bestätigungs-Workflows, damit das Team sicherstellen kann, dass Einreichungen vollständig und konform sind.

Bisherige Ergebnisse

Reporting-Effizienz für ein schlankes Team

Automatisierte CBAM-Berichtserstellung und -Upload geben dem kleinen Team Freiraum, sich auf das Kerngeschäft des Stahlhandels und die Kundenbeziehungen zu konzentrieren.

Strukturierte Lieferanteneinbindung

Standardisierte Kommunikationsvorlagen und Autorisierungs-Workflows haben unstrukturierte E-Mail-Prozesse ersetzt und die Rücklaufquoten sowie Datenqualität verbessert.

Signifikant weniger manueller Aufwand

Automatisierung von Report-Uploads und Datenhandling hat den administrativen Overhead messbar reduziert.

Ausblick

A+R Profilstahl und kolum konzentrieren sich auf die Vertiefung ihrer Zusammenarbeit in mehreren Bereichen. Erweiterung des Lieferanten-Onboardings: mehr Stahlproduzenten und Werke auf die kolum-Plattform bringen, um tatsächliche Emissionsdaten zu erheben, teure Standardwerte zu ersetzen und auf eine verifizierte Datenabdeckung hinzuarbeiten.

Kostenprognosen für die Beschaffung: wenn der Zertifikatshandel 2027 näherrückt, wird A+R kolums Kostenmodellierungstools nutzen, um die finanziellen Auswirkungen von CBAM auf das Importportfolio zu verstehen und Preisstrategien entsprechend anzupassen.

Grüner-Stahl-Alignment: A+Rs bestehendes Engagement für klimaneutralen Stahl fügt sich natürlich in die Ziele von CBAM ein. Sobald verifizierte Emissionsdaten über kolum verfügbar werden, kann das Unternehmen den tatsächlichen CO₂-Vorteil der Beschaffung von grünem Stahl quantifizieren und Nachhaltigkeitsambitionen in messbare Wettbewerbsdifferenzierung verwandeln.

Für einen spezialisierten Stahlhändler wie A+R Profilstahl geht es bei CBAM-Compliance nicht um Bürokratie, sondern darum, die Schnelligkeit, Präzision und Zuverlässigkeit aufrechtzuerhalten, die ihre Kunden erwarten. kolum stellt sicher, dass regulatorische Pflichten mit derselben Professionalität erledigt werden, die A+R bei jeder Tonne Stahl mitbringt.

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