Die Herausforderung: Über die erste Generation von Tools hinaus
Keller & Kalmbach war kein Neuling in Sachen CBAM-Software, als sie zu kolum kamen. Das Team hatte bereits mit anderen Anbietern gearbeitet und diese als ungenügend empfunden. Frühere Tools versprachen viel, lieferten aber mangelnde Datenflexibilität, eingeschränkten Zugriff auf Lieferantenstammdaten und schufen Abhängigkeiten, die selbst einfache Datenkorrekturen umständlich machten. Registrierungsprozesse waren unzuverlässig und die Nutzererfahrung blieb hinter den Anforderungen eines Unternehmens zurück, das hunderte Lieferantenbeziehungen über globale Lieferketten managt.
Jenseits der Tool-Frustration war die zugrundeliegende CBAM-Herausforderung erheblich. Als Großimporteur von stahlbasierten Befestigungselementen und Komponenten, insbesondere aus der Türkei und China, wo die Standard-Emissionswerte hoch sind, war das finanzielle Exposure unter CBAM signifikant. Das Team brauchte eine Plattform, die die Komplexität von Zolldaten, installationsbezogener Emissionserfassung und sich verändernder regulatorischer Anforderungen bewältigen konnte und dabei flexibel genug blieb, um sich anzupassen.
Die Entscheidung für kolum
Die Entscheidung für den Wechsel zu kolum basierte auf drei Faktoren: Flexibilität, direkte Datenkontrolle und ein kollaborativer Entwicklungsansatz.
Paul Falko, der die Schwächen früherer Anbieter aus erster Hand erlebt hatte, hob hervor, dass kolum händlerspezifische Anforderungen berücksichtigt, die andere ignoriert hatten. Jannik Anslinger schätzte die Möglichkeit, Importdaten und Produktionsstättenzuordnungen nachträglich im Tool zu ändern, eine Fähigkeit, die in der Übergangsphase mit häufigen Korrekturen an Standardwerten erheblichen Aufwand spart. Am wichtigsten: Das Team hatte das Gefühl, dass kolum zuhört und gemeinsam mit ihnen baut, statt ein statisches Produkt zu liefern.
Die Lösung in der Praxis
Seit dem Onboarding in Q4 2025 hat Keller & Kalmbach einen umfassenden CBAM-Datenmanagementprozess auf der kolum-Plattform aufgebaut. Das System erfasst Zollanmeldungsdaten, berechnet Emissionskosten auf Basis verifizierter Lieferantendaten oder EU-Standardwerte und ermöglicht szenariobasierte Kostenmodellierung für Beschaffungs- und Preisentscheidungen.
Das Dashboard erlaubt dem Team, zwischen tatsächlichen und Standard-Emissionswerten zu wechseln, Zertifikatspreisszenarien zu vergleichen und quartalsweise Daten-Uploads als Best Practice durchzuführen, bereits vor der Umstellung auf jährliche Berichterstattung 2027.
Besonders überzeugend ist für Keller & Kalmbach kolums Handhabung der komplexen Beziehung zwischen Zollanmeldungen, Lieferanteninstallationen und Ursprungsländern.
Bisherige Ergebnisse
Unterperformendes Tool ersetzt
kolum liefert die Datenflexibilität, den Stammdatenzugriff und die Nutzererfahrung, die frühere CBAM-Anbieter nicht bieten konnten.
Szenariobasierte Kostenplanung
Das Team modelliert aktiv CBAM-Zertifikatskosten unter verschiedenen Preis- und Emissionsannahmen zur Unterstützung der Beschaffungsstrategie.
Regulatorische Bereitschaft & operativer Pragmatismus
Quartalsweise Daten-Uploads als Best Practice positionieren Keller & Kalmbach deutlich vor den Berichts- und Handelsfristen 2027. Das Tracking auf Zollanmeldungsebene für 2026 wird durch eine klare Roadmap zur Installationsdetailtiefe ergänzt, sobald die Verifizierungsinfrastruktur reift.
Ausblick
Keller & Kalmbach und kolum haben eine klare Entwicklungsrichtung für die nächste Phase: ab 2027, sobald akkreditierte Verifizierungsberichte spezifische Installationsadressen enthalten, wird das Team kolums bestehende Fähigkeit nutzen, Emissionen auf Installationsebene für maximale Präzision zu erfassen. Kolums automatisches Verifizierungs-Flagging wird voll genutzt, sobald mehr Lieferanten zertifizierte Daten liefern, um manuelle Überwachung zu reduzieren und Compliance-Zyklen zu beschleunigen.
Das Team beobachtet bereits jetzt politische Entwicklungen zur UK-CBAM-Äquivalenz, mit kolum als Berater zu Meldepflichten im sich wandelnden regulatorischen Umfeld.
Für ein 145 Jahre altes Unternehmen, das sich an jeder Wegbiegung neu erfunden hat, ist CBAM-Compliance keine Last, sondern eine weitere Chance zur Führung. Mit kolum als digitalem Rückgrat verwandelt Keller & Kalmbach regulatorische Komplexität in Wettbewerbsvorteile und setzt den Standard für datengetriebenes CBAM-Management in der Befestigungsindustrie.
